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Sonntag, 2. Januar 2011

eBooks Save The World oder verändern sie zumindest

Nun gut, das war's! Das Jahr 2010 ist vorbei und damit wahrscheinlich jenes Jahr, in dem sich das elektronische Papier [ePaper] endgültig am bedruckten Ahnen vorbeigeschoben hat. Es ist kaum zu glauben, aber noch vor einem Jahr hat es weder einen iPad von Apple gegeben, noch ein eBookstore und natürlich auch keine Amazon Kindle App für den iPad. Jetzt gibt es das alles und noch viel mehr: Google hat gerade noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel den Google eBookstore online gestellt [zumindest in den USA], die junge eBook Publikations- und Distributionsplattform Smashwords wächst und wächst und wächst und ... Ende 2010 hatten Autoren und Verlage mehr als 1,2 Milliarden Wörter über Smashwords publiziert.

Amazon hat uns wissen lassen, dass der Kindle 3 das erfolgreichste, von Amazon verkaufte Produkt aller Zeiten ist und diesbezüglich sogar Harry Potter überholt hat. Kurz vor Weihnachten musste Amazon sogar erklären, dass der Kindle 3 ausverkauft war. Aber auch auf dem iPad war die Kindle Plattform ein Renner: die Kindle App für den iPad nimmt Platz 9 der am meisten heruntergeladenen Apps ein [siehe Bericht von Business Insider].

Die mit dem iPad von Apple geschaffenen Tablet's bringen gemeinsam mit der neuen Generation an eBook Readern wie den Kindle 3 viele Millionen Leser an die eBooks heran. Es wird allgemein geschätzt, dass Apple bis Ende 2010 rund 7,5 Millionen iPads und Amazon rund 8 Millionen eBook Reader verkauft haben [siehe auch unsere kleine Wettbewerbsanalyse]. Dieser im letzten Jahr aufgenommene Schwung wird sich wohl 2011 und in den Folgejahren noch signifikant verstärken. Je mehr die Menschen eBooks lesen, desto mehr werden sie die Vorteile dieses neuen Formats bzw. dieser neuen Form des Lesens erkennen. Vor allem für Text- und Taschenbücher aber auch für alle Arten des sozialen Lesens, ein neuer Begriff, der im Jahr 2011 seine erste Definition erfahren und einer der großen Trends werden wird. 

Das soziale Lesen ermöglich den Lesern, sich jederzeit aus ihrer Lesetätigkeit heraus mit Freunden bzw. anderen Lesern über Facebook, Twitter etc. auszutauschen. Da fallen einem sofort Anwendungsgebiete wie Reise- und Restaurantführer ein, die geradezu nach einem Austausch mit anderen schreien bzw. wo über real-time Updates die letzten Bewertungen in das gerade gelesene Buch einfließen können. Ähnlich wie freiwillig arbeitende Menschen aus Wikipedia die weltweit größte Enzyklopädie mit einer unglaublichen Wissensbreite und Aktualität gemacht und damit die Experten der Britannica im letzten Jahrzehnt abgelöst haben können die Menschen in Facebook, Twitter, Yelp und Foursquare bessere Führer machen. Mittels Apps mobiles Publizieren und Bewerten bereits heute praktiziert aber es fehlen weitgehend noch geeignete eBook-Formate, um daraus les- und nutzbare Werke zu machen. 

Es wird schon aus der Erklärung klar, dass damit die Geschlossenheit, relative Statik und Linearität des gedruckten Buchformates einem offenen, dynamischen und kontextuellen Format weichen wird. In vielen Fällen zeigt sich die Überlegenheit des eBooks bereits heute. Vor allem aus der USA kommen die Berichte der ersten Verlage über die Erfolge der eBooks im Bereich der Text- und Fachbücher [siehe beispielsweise O'Reilly Verlag]. Wir brauchen keine Kristallkugel, um zu erkennen, dass uns das Jahr 2011 neue Anwendungen rund um das eBook und das Soziale Lesen bringen wird. Bisher verstehen wir diese Möglichkeiten erst im Ansatz, erst im Gehen kommen die Ideen und mit den vielen Millionen mobilen eBook Lesegeräte, die 2010 verkauft wurden werden wir 2011 ein gutes Stück weiterkommen auf der Erfahrungskurve. 

Es gibt allseits aller Diskussion um Print oder Elektronik auch einen handfesten ökologischen Zwang zur Ablöse der gedruckten Bücher durch eBooks: die ansteigende Bevölkerung. National Geographic berichtet, dass 2011 knapp 7 Milliarden Menschen die Erde bevölkern werden und diese Zahl bis 2045 auf 9 Milliarden steigt. Diese Anzahl von Menschen erfordert einen neuen Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten. Sollten wir es ernst nehmen mit der Wissensgesellschaft, dann werden alle Bäume und Energiereserven dieses Planeten nicht ausreichen, um das Wissen in gedruckter Form zu verteilen bzw. zu entwickeln. Holz, Wasser und Energie sind knappe Rohstoffe, die wir dort, wo es möglich ist, durch ökologisch nachhaltigere Alternativen ersetzen sollten. eBooks stellen eine derartige Alternative für die "neue" Wissensgesellschaft dar. 

Posted via email from Notizen aus der MedienFabrik

Freitag, 5. November 2010

James Bond, Agent im Diensten von Amazon

Wer diese Woche die Meldungen rund um die Entwicklungen am Buchmarkt verfolgt hat, den sind vielleicht zwei Meldungen über die Situation in UK aufgefallen.

Da war zunächst die Meldung, dass sich Amazon bereits kurz nach Eröffnung seines UK eBook Stores Kindle einen heftigen Preiskampf mit den Händlerrivalen wie WHSmith und Waterstones lieferte. Als angenehmes Resultat für die Konsumenten führte das zu einem Preisverfall bei den eBooks. Bücher aus der UK Bestseller Liste wurden zum Teil mit Rabatten von bis zu 60% verkauft. Das hat drei große Verlage -Hachette, HarperCollins und Pengiun - auf den Plan gerufen und dazu veranlasst, auf das so genannte Agency Modell von Amazon umzusteigen und damit die Preise selber festzusetzen. Das Agency Modell ist derzeit nur in den USA und UK möglich, bringt den Verlagen statt den üblichen 35% Provision 70% und die Möglichkeit, die Preise für ihre Publikationen selber festzulegen. Johannes Haupt auf Lesen.net berichtet in seinem ausführlichen Beitrag, dass sich damit die Preise der eBooks wieder dramatisch erhöhten. So soll die eBook Ausgabe von Stephen King Just after Sunset vom Hodder Verlag (Hachette Gruppe) nach der Umstellung auf das Agency Model von 4,74 Pfund kurzfristig auf den Hardcover Listenpreis von 18 Pfund gestiegen sein.

Amazon hat sich von dieser Aktion der Verlage sofort distanziert und macht die Kunden darauf aufmerksam, dass der Preisanstieg ausschließlich durch die Verlage verursacht wird. Und genau jetzt betritt James Bond das Schlachtfeld und stellt sich auf die Seite von Amazon und der Konsumenten. Die Erben des James Bond Erfinders Ian Flemming haben angekündigt, dass sie die 14 James Bond Bücher in der eBook Version nicht über Penguin [dieser hat eine Lizenz für die gedruckten Bücher] herausbringen, sondern quasi im Eigenverlag. Mit einer starken Marke wie James Bond bräuchte man, so die Erben Ian Flemmings keinen Verleger, der einen erheblichen Teil der Provisionen inkassiere ohne dafür die bei den Printproduktionen übliche Vorfinanzierung für Produktion, Distribution und Lagerung - und damit das wirtschaftliche Risiko - übernehmen zu müssen. Die James Bond eBooks werden über Amazon, Waterstones und andere eBook Shops verkauft.

Die Moral von der Geschichte: James Bond ist halt immer der Gute aber ob den Verlagen die Rolle des Bösewichts gefällt kann bezweifelt werden. Interessanterweise kann man jetzt Stephen Kings Just after Sunset in der eBook Kindle-Version wieder um 4,49 Pfund kaufen. Einmal mehr die Empfehlung, dass sich die Damen und Herren der Verlagsbranche mit ihren Kollegen in der Musikbranche kurzschließen und sich erkundigen, wie sich dort der Umstieg auf Digitalisierung, itunes hinsichtlich der Preis/Mengenentwicklung gestaltet hat. Vielleicht würden sie dann feststellen, dass zwar die Preise sinken aber die abgesetzte Menge sowie entfallende Kosten dies kompensieren könnte.

 

Posted via email from Notizen aus der MedienFabrik

Dienstag, 5. Oktober 2010

"Indie Books" - die neue Autorenszene kommt in Fahrt

Das StartUp der Stunde im Bereich der elektronischen Publizierens heißt Smashwords [siehe unsere Beiträge]. Das seit 2008 bestehende kalifornische Unternehmen hat sich auf die Distribution von eBooks von Autoren im Eigenverlag bzw. von kleinen Verlagen spezialisiert [diese Szene nennt sich im amerikanischen „indie books“]. Dabei kann Smashwords Wachstumsraten aufweisen, die beeindruckend sind. Sowohl für Smashwords aber auch für die Autoren- und eBook-Szene.

Smashwords ist ein Dienstleistungsunternehmen für Autoren [und kleine Verlage]. Es bietet den Autoren die Möglichkeit, ihre Bücher (a) in verschiedenste eBook-Formate zu konvertieren und (b) automatisiert an viele eBook Verkaufsplattformen zu distrubieren. Zum Distributionsnetzwerk von Smashwords gehört u.a. der Apple iBookstore, Barnes & Noble, Sony, Kobo und andere mehr. Demnächst soll auch Amazon Kindle ein Distributionspartner von Smashwords werden. Mit Smashword kann sich der Autor auf das Schreiben konzentrieren. Er muss sein Buch lediglich einmal zu Smashwords hochladen. Alles andere passiert automatisiert. Sehr bequem und einfach für die Autoren und daher ist es auch kein Wunder, dass Smashwords enorm rasch wächst.

Ende September 2010 hat Smashwords den 20.000sten Titel verlegt bzw. distribuiert. Das spannende Detail dabei ist die zunehmende Dynamik, welche einmal mehr ein Beleg für die Kraft des Netzwerkeffektes ist. Dieser verschafft einem Anbieter digitaler Güter [wie z.B. ein eBook] nach Erreichen der kritischen Masse in vielen Fällen ein logarithmisches Wachstum. So auch bei Smashwords. Der Sprung von 15.000 auf 20.000 erfolgte in den letzten beiden Monaten. Im Vergleich dazu: 2008 hat Smashwords gerade einmal 140 eBook-Titel distribuiert und 2009 insgesamt 6.000. Unterstellt man für das letzte Quartal 2010 ähnliche Wachstumsraten wie in den letzten Monaten und berücksichtigt das Weihnachtsgeschäft, dann wird Smashwords heuer wohl an der 30.000er Marke kratzen.

Das bedeutet, dass immer mehr Autoren sich dazu entschließen, ihre Werke als eBook im Eigenverlag herauszubringen. Und es bedeutet auch, dass das klassische Verlagsgeschäft weiter unter Druck kommt. Wir haben bereits darüber berichtet, daß sich in den USA  immer mehr bekannte auf eBooks konzentrieren, die Verlage außen vor lassen und damit  ihr Einkommenerhöhen. Verlage werden im elektronischen Bereich zunehmend verzichtbare Dienstleister.

Was wir hier sehen ist eine klassische Disintermediation. Verlage werden mit Hilfe neuer Dienstleister wie Smashwords aus der Beziehung zwischen Autoren und Lesern weggekürzt. Damit geht ein Großteil jener Einnahmen, der bisher von den Verlagen inkassiert wurden den Autoren zu. Smashwords behält sich lediglich 15% an Provisionen für seine Dienstleistungen ein. Hinzu kommen wahrscheinlich noch einmal Provisionen, die sich die einzelnen Verkaufsplattformen einbehalten aber dem Autor bleiben jedenfalls zwischen 40 bis 50% des Verkaufspreises. Ein Vielfaches der Verlagsprovisionen, die sich meist um die 10% bewegen.

Jedenfalls ist das Wachstum von Smashwords ein schöner Beleg für die Dynamik innerhalb der Autoren- und eBook-Szene.   

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Montag, 27. September 2010

Autoren, eBooks und Verlage: ein provozierender Erfahrungsbericht

Wir haben gestern einen Bericht über die Dominanz von Amazon im Bereich der eBooks gebracht und uns dabei auf ein ausführliches Resümee des Autors J. Konrath bezogen. Dieser ist seit vielen Jahren hauptberuflicher Autor gehört aber hinsichtlich seiner traditionellen Auflagenhöhe wohl nicht in die Kategorie Bestselling Autor. Eher ist er der breiten Masse der professionellen Autoren zuzurechnen. Das Besondere an Konrath ist, dass er als Pionier der eBooks und des Eigenverlages gelten kann. Beide Phänomene – eBooks und Eigenverlag – erwiesen sich in den letzten Jahren als eng verwandt. Der Umstand, dass Autoren bei der Produktion von eBooks wegen entfallender Printproduktion, nicht benötigter physischer Buchdistribution und neuer [Social Media] Marketingansätze nicht mehr zwangsweise auf die Dienste von Verlagen angewiesen sind hat den Eigenverlag eine Renaissance verschafft.

 

Eigenverlag von eBooks kann handfeste pekuniäre Vorteile bringen, wie wir aus dem Blogbeitrag von Konrath entnehmen können. Er bringt dabei das Beispiel seines zum Disney Konzern gehörenden Verlages Hyperion bei dem er sechs Bücher [Print und eBook]verlegt hat. Er konnte über Hyperion von den sechs Titeln bisher lediglich 2.631 eBooks verkaufen wohingegen er von den im Eigenverlag produzierten eBooks über 100.000 Stück verkauft hat. Während Konrath im Durchschnitt laut eigenen Angaben von Hyperion US-$ 34 pro Monat an Tantiemen und Provisionen aus dem Verkauf von eBooks erhält verdient er an den im Eigenverlag verkauften eBooks im Schnitt US-$ 1.700 pro Monat. Konrath analysiert im Folgenden die Unterschiede und kommt zu interessanten Schlussfolgerungen.

 

Während sein Verlag Hyperion die eBooks um US-$ 4,69 verkauft bietet Konrath seine Eigenverlagswerke um durchschnittlich US-$ 2,99 an. Von Hyperion erhält er pro verkauftem Buch eine Provision von US-$ 1,17 wohingegen ihm von jedem elektronischem Eigenverlagswerk US-$ 2,04 verbleiben. Da Hyperion nach Meinung von Konrath zu teuer ist werden weniger eBooks verkauft als möglich. In Kombination mit der niedrigeren Provision errechnet Konrath für sich einen Einnahmenausfall von knapp US-$ 11.400 pro Jahr und Buch im Vergleich zum Eigenverlag. Das macht bei sechs Büchern immerhin knapp US-$ 70.000 aus. Konrath bringt auch noch Erfahrungen mit einem anderen Verlag und kommt zu sehr ähnlichen Ergebnissen.  Die Einnahmen aus dem Verkauf von gedruckten Büchern können diesen Einnahmenentfall nicht annähernd kompensieren. Für ihn sind das sehr handfeste pekuniäre Gründe, auf Verlag und Printproduktion in Zukunft zu verzichten.

 

Konsequenterweise gibt Konrath seinen Autorenkollegen gleich den Tipp, die eBook-Rechte keinesfalls an einen Verlag abzutreten. Er meint, dass wir erst am Beginn der eBook-Ära stehen und diese für Autoren im Eigenverlag deutlich höhere Einnahmemöglichkeiten bringen wird als für Verlagsgeführte Autoren. Als Beleg führt er weitere professionelle Autoren an, die ihre Bücher bereits im Eigenverlag als eBook auf den Markt bringen. Darüber hinaus sieht Konrath in Twitter und der Blogosphäre weit effizientere und kostengünstigere Marketinginstrumente als im klassischen Verlagsmarketing. Soweit zu einem provozierenden Erfahrungsbericht aus den USA. Eine harte Nuss für Verlage.

 

Sollten die USA für die Buchbranche tatsächlich richtungsweisend sein – worauf vieles deutet – dann kommen ähnliche Entwicklungen in den nächsten Monaten und Jahren auch auf uns zu. Ein Grund für uns von der MedienFabrik verstärkt auf Autoren und Kleinverlage zu setzen von denen wir uns im Bereich der eBooks wesentlich mehr Dynamik erwarten.

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eBooks: Amazon dominiert den [englischsprachigen] Markt

Ein knappes halbes Jahr nach der Einführung des Apple iPads und des Apple iBookstores wäre es natürlich interessant zu wissen, wie sich die Marktanteile am heiß umkämpften und stark wachsenden eBook-Markt darstellen. Diesbezüglich konnte der Bestseller-Autor und Eigenverleger J.A. Konrath beeindruckende Ziffern vorlegen.

Konrath hat nach eigenen Angaben bis 22. September 2010 exakt 103.864 eBooks über alle möglichen und verfügbaren Kanäle verkauft und zieht auf seinem Blog sein detailliertes Resümee. Danach hat er knapp 78.412 eBooks über Amazon Kindle verkauft, was mehr als 75% aller seiner verkauften Bücher darstellt. Im direkten Vergleich dazu hat er von Mai 2010 weg nur 390 eBooks über Apples iBookstore verkauft was wiederum eine vernachlässigbare Größe ist.

Was wir aus dem Resümee herauslesen ist neben der relativen Enttäuschung über die Performance des iBookstores auch die Zufriedenheit mit dem Newcomer Smashwords. Wir haben schon mehrfach über dieses wirklich vielversprechende StartUp geschrieben [siehe diesen Beitrag]. Dieses entwickelt sich für die Autoren und Verlage immer mehr zur Anlaufstelle für den plattformübergreifenden eBook-Verkauf. Smashwords verteilt die elektronischen Bücher an so gut wie alle Verkaufskanäle einschließlich iBookstore. In Bälde soll dann auch noch Amazon Kindle Partner von Smashwords werden. In letzter Konsequenz - so unsere Vorhersage - werden wir wohl nur mehr wenige eBook-Distributoren á la Smashwords brauchen. Das macht das Leben für Autoren und Verlage wie auch für uns als Medienproduzent wesentlich einfacher. Wir schätzen an Smashwords auch die große Benutzerfreundlichkeit sowie die Provisionsgestaltung.

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Samstag, 18. September 2010

eReader, Amazon Kindle und iPad sind Höhepunkte im Weihnachtsgeschäft

Dieses Weihnachtsgeschäft wird für die traditionelle Computerindustrie wohl eine Zäsur darstellen. Ausgelöst durch den Boom der Smartphones, iPhones und iPads wird sich der größte amerikanische Computerhandelskette Best Buy in seinen 1093 Geschäften und Schauräumen in erster Linie auf die neuen mobilen Computer setzen und die traditionellen Desktops und Notebooks etwas hintenanstellen [Wir haben bereits über die Verdrängung der Notebooks durch das iPad berichtet]. Das börsenotierte Best Buy wird in Zukunft die neuen mobilen Mediennutzungsgeräte in das Zentrum seiner Geschäftsstrategie stellen. Im Zentrum des Weihnachtsgeschäftes 2010 wird bei Best Buy neben dem iPad auch Amazons Kindle eReader stehen, was auch den Markt für eBooks entsprechende Wachstumsschübe verleihen wird. 

Auch Staples, der größte amerikanische Einzelhändler im Bereich Bürobedarf, stellt seine Strategie auf iPad und Co ab. Die Leute von Staples sehen im iPad den mobilen Computer für die kleinen und mittleren Unternehmen und wollen [können] an diesem Geschäft nicht vorbei gehen. Der iPad beginnt sich eben auch seinen Weg in den Büroalltag zu bannen [wir haben über die Gründe bereits berichtet]. Das geht zumindest aus einem Bericht des Wall Street Journals hervor. 

Es wird langsam etwas langweilig über die ewig gleichen Erfolgsgeschichten des iPads zu berichten. Wann nehmen sich denn die anderen Hersteller denn einmal ein Herz und bringen eine berichtenswerte Innovation im Bereich der mobilen Mediennutzung?

 

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Mittwoch, 1. September 2010

Crossmedia Publishing: neue ePaper Tools beschleunigen den Markt

Die Entwicklungsphasen eines Markt(segment)es werden im wesentlichen vom Stand der Produktionstechnologie geprägt. Erst am Übergang von der "Manufaktur" zur "industriellen Fertigung" beginnt ein Markt hinsichtlich des Volumen zu wachsen und zu reifen. Betrachten wir die Produktionstechnologie im Marktsegment eBook, dann befinden wir uns Mitte 2010 am Phasenübergang von Einführung zu Wachstum. Der Gesamtmarkt Buch hingegen befindet sich damit an einem Bifurkationspunkt mit dem für bestehende Anbieter risikoreichen Übersprung zur nächsten Sinuskurve mit grundlegend neuer Technologie gepaart mit neuem Verbraucherverhalten.

 

In Verlags- und Medienindustrie zählen die Autoren- und Publikationssysteme zu den wichtigsten Produktionsmitteln. Publikationssysteme sollen Autoren wie Verlage bei der Formatierung der Dokumente für die verschiedenen Produktions- und Leseformate unterstützen. Diesbezüglich ist mit den neuen ePaper-Formaten (EPUB, Kindle, PDF etc) in den letzten Jahren eine neue Komplexität bzw. Aufgabenstellung entstanden, die sich innerhalb bestehender Produktionssysteme nicht mehr abbilden ließ. Vor allem seit dem Durchbruch des eBooks mit dem Amazon Kindle im Jahr 2009 und dem eMagazin mit dem iPad Anfang 2010 wurden Autoren, Verlage und Medienhäuser mit den Limitationen ihrer Publikationssysteme konfrontiert. Print und ePaper sind eben sehr verschiedene Welten. Gedruckte statische Inhalte hier und vernetzt-dynamische Fließtexte und multimediale Inhalte dort.

 

Bis vor kurzem mussten sich die Autoren und Verleger mit teilweise rudimentären Werkzeugen für die neuen epaper-Formate wie EPUB und Kindle aushelfen. Zwar verstehen die meisten eBook Reader auch PDF aber nur unter Inkaufnahme von Funktionsbeeinträchtigungen. Manche Command Line Tools (z.B. Amazon KindleGen) und Editoren verlangtem dem Autor bzw. Verlagsmitarbeiter erhebliche technische Vorkenntnisse ab. HTML und XML waren fast eine conditio sine qua non. Als wohltuende Ausnahme in diesem Tool-Dschungel ist hier Calibre zu nennen. Dieses StartUp bietet die ein umfassendes eBook Management System an, das die Konvertierung und Verwaltung multipler Formate ermöglicht. Wir haben daher bisher im Bereich der eBook-Konvertierung auf Calibre gesetzt.

 

Parallel zum Siegeszug der iPads und Kindles haben sich in den letzten Monaten auch die großen Hersteller von Publikations- und Autorensystme bemüht, die neuen Formate in ihrem Funktionsumfang abzubilden. Teilweise in enger Zusammenarbeit mit Verlagshäusern wurden Tools für ePaper-Formatierung und crossmedie Publishing entwickelt. Allen voran der Platzhirsch Adobe, der auch Geburtshelfer des vielbeachteten Launches der iPad-Version der digitalen Lifestyle Zeitschrift WIRED war und dafür Erweiterungen für InDesign entwickelt hat. So bietet mittlerweile Adobe's InDesign CS5 eine saubere EPUB Exportfunktion an und soll demnächst mit einem eigenen Reader kommen.

 

Ende August hat Apple sein iWork um eine EPUB-Exportfunktion erweitert (Link zdnet.de). Autoren können nun aus iWork heraus ihre eBooks im offenen EPUB erzeugen. Apple will damit natürlich seiner iBook-Plattform Gutes tun und Autoren dafür gewinnen. Leider konnten sich weder Adobe noch Apple, wenn auch aus nachvollziehbaren Gründen, mit dem Kindle-Format anfreunden. Leider ist der Kindle in unseren deutschsprachig geprägten Breitengraden zu unrecht ein Stiefkind. Sowohl der Kindle Ebook Reader (derzeit schon 3. Generation) als auch die Kindle App für iPad von erstklassiger Qualität. Doch ohne deutsche Bücher und Inhalte tut sich sogar ein Buchgigant wie Amazon schwer. Deshalb ist es schade, dass noch keine der führenden Autoren- und Publikationssysteme über eine Kindle Exportfunktion verfügt.

 

Wer sein eBook in allen wichtigen Formaten inklusive Kinde verlegen und distribuieren will, der kann dies über Smashwords machen (siehe auch unseren Beitrag zu diesen interessanten StartUp). Das ist zumindest für Autoren um Eigen- bzw. Selbstverlag eine sehr attraktive Variante. Für große Verlage hingegen ist Smashwords eher weniger geeignet.

 

Die Klammer zwischen den Blogs und eBooks schließt Anthologize [siehe auch unseren Bericht]. Das ist ein Plugin für Wordpress, das es ermöglicht, aus den Blogbeiträgen eBooks in verschiedenen Formaten zu machen. Derzeit bietet Anthologize die Formate EPUB und PDF an. Mehr Formate sind aber schon in Aussicht gestellt.

 

Es ist wohl alleine auf Grund dieser kurzen Übersicht über die gängigen Tools und ihre Entwicklung ersichtlich, dass der crossmediale Verlagszug unter besonderer Beschleunigung der ePaper-Formate fährt. Die einzelnen Tools werden wir in den nächsten Tagen hier in unserem Blog ausführlicher darstellen.

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Donnerstag, 5. August 2010

Barnes & Noble: Ein Requiem des Buchhandels

Knalleffekt: Gestern hat sich Barnes & Noble quasi selber zum Verkauf gestellt und das nachdem es so tapfer am neuen eBook-Markt gekämpft hatte. Wir haben die schaurige Botschaft über Buchreport erfahren. Die größte US-Buchhandelskette weiß offensichtlich keine strategische Antwort auf die Herausforderungen des neuen Buch- und Mediengeschäfts. Mit seinen 777 Filialen hat das 1917 gegründete Barnes & Noble 2009 rund US-$ 5,12 Milliarden Umsatz gemacht und dabei lediglich einen Gewinn [Net Profit] von US-$ 76 Millionen erzielt, was einer Umsatzrendite von knapp 1,4 Prozent ergibt [Tendenz: fallend]. Im Vergleich dazu hat  das 1994 gegründete Amazon 2009 knapp US-$ 25 Milliarden an Umsatz erzielt und damit US-$ 902 Millionen Gewinn [Net Profit] erzielt. Das entspricht einer Umsatzrendite von 3,6% [Tendenz: eher steigend]. Der Unterschied in der Profitabilität erklärt sich sicher auch teilweise dadurch, dass der Barnes & Noble fast doppelt so viele Mitarbeiter beschäftigt wie Amazon. Die Mitarbeiterproduktion ist bei Amazon rund 8 mal so hoch wie die bei Barnes & Noble. Während rund 40.000 Mitarbeiter bei Barnes & Noble in den USA und Nachbarschaft etwas mehr als 5 Milliarden Umsatz machten, schafften rund 24.000 Mitarbeiter von Amazon eben US-$ 25 Milliarden auf globaler Ebene.

 

Ist der Erfolg von Amazon ungerecht, unfair oder unverdient? Nein, hinter dieser Erfolgsgeschichte von Amazon liegen ein langer, steiniger Weg und enorm hohe Investitionen.  Bis 2002 schrieb Amazon Verluste und erst 2009 überstiegen die seit 2003 kumulierten Gewinne des Unternehmens die davor angehäuften Verluste. Amazon hat sich seine Spitzenposition im Bereich eCommerce teuer erkauft und trotzdem ist sie nicht abgesichert. Seit Jahren hat Amazon das Terrain für eBooks aufgebaut und massiv investiert. Letztes Jahr war dem eBook Reader Kindle endlich der Durchbruch gelungen und er entwickelte sich zum umsatzstärksten Produkt des Weihnachtsgeschäftes 2009. Kaum hatte sich Amazon als Marktführer in diesem neuen Markt positioniert sieht es sich schon durch Apple mit iPad und iBookStore und durch Google mit seiner [soon-to-be-opened] eBook-Shop Google Edition konfrontiert. Das wird sicher kein Heimspiel für Amazon werden. Zu viel passiert hier noch in dieser chaotischen Wettbewerbssuppe des eBook-Marktes. In den USA machen die eBooks geschätzte 10 Prozent des gesamten Buchmarktes aus und wachsen rasant im 3stelligen Prozentbereich weiter. Derzeit verfügt Amazon bei den gekauften eBooks in den USA über einen Marktanteil von 60% und weit dahinter mit knapp 20% ist das „alte“ Barnes & Noble [siehe auch unseren Bericht]. Ob das angesichts der neuen Spieler Apple und Google so bleibt darf bezweifelt werden. Amazon, der Erfinder des Online-Buchhandels und Promotor des eBooks läuft Gefahr Marktanteile an die neuen Mitspieler zu verlieren.

 

Der eBook-Markt steht nicht nur für sich, sondern auch als Gradmesser für Veränderungen in der Gesellschaft. Die zunehmende Akzeptanz der eBooks zeigt, dass wir über die letzten 15 Jahre seit dem Aufkommen des Webs die Virtualität als Teil unseres Lebens akzeptiert haben. Über 500 Jahre haben wir gedruckte Bücher gelesen und das Wissen auf diese Art weitergegeben. Der Wechsel zum elektronischen Papier vollzieht sich für uns beobachtende Zeitgenossen zwar [scheinbar] langsam aber aus einer Meta-Perspektive heraus betrachtet passiert das alles in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Die „kreative Zerstörung“ [Schumpeter] mittels neuer digitaler Technologien vollzieht sich in der Verlags- und Druckbranche mit einer Dynamik, die dazu führt, dass Traditionshäuser wie Barnes & Noble offensichtlich aufgeben. Das Gutenberg-Zeitalter der letzten 500 Jahre wird in nur wenigen Jahren hinweg gefegt. Wie soll es dann erst den kleinen Buchhändlern gehen, die weder über einen Zugang zum Kapitalmarkt noch über die Größenvorteile von Barnes & Noble verfügen?

 

Die Welt verändert sich nach 500 Jahren Papierwissen hyperdynamisch und verliert sich nun noch weiter in die Bits & Bytes. Und damit verschwinden auch große Teile des Buchhandels im Web. Das hat viel Gutes für die Verbreitung des Wissens und bietet auf globaler Ebene betrachtet Möglichkeiten zur Schließung der Informations- und Wissensnachteile der Entwicklungsländer. In den industrialisierten Ländern hingegen wird auf die Buchhändler und Verlage eine schwere Zeit der Verdrängung und Veränderung zukommen. Eine mögliche Gegenstrategie liegt in der Spezialisierung auf ein Publikum, das weiterhin gedruckte Bücher haben will, in der Erweiterung des Portfolios um eBook Hardware & Zubehör, in Service & Beratung und in Events. Kurz, in der bewussten Verankerung in der realen Welt. Jeder Versuch mit dem Web, mit Amazon, Apple, Google & Co beim Verkauf von eBooks in Konkurrenz zu treten muss gnadenlos scheitern. Die bewusste Positionierung in der realen Welt als Gegenstück zu Facebook, Twitter und Amazon scheint mir die einzige Perspektive über die nächsten Jahre.

 

Ob man davon leben kann? Keine Ahnung aber auch Amazon plagen die Probleme des Hyperwettbewerbs!

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eBooks: Geschichten aus Amerika [#FollowReader]

Wer wissen will wohin sich der eBook-Markt [und damit die gesamte Wissens- und Informationsgesellschaft] entwickelt muss trotz aller kulturellen Unterschiede in die USA blicken und dort die Marktentwicklung beobachten. Wie immer, wenn es um Technologie und Informationsgüter geht ist die USA halt ein paar Jahre voraus. Entwicklungen kommen dann mit 12 bis 24 Monaten Verzögerung und in unsere kulturelle Umgebung transformiert zu uns auf den europäischen Kontinent. Das war mit den Computern so, in der Musikindustrie mit Apple’s iTunes, iPods und iPhones und das wird auch jetzt bei den eBooks so sein.

 

Während der eBook-Markt in den USA förmlich explodiert, dümpelt er in Europa und speziell im deutschsprachigen Raum noch vor sich hin. Das hat weniger mit der Technologie der eBook-Reader zu tun, wie mancherorts argumentiert wird, sondern viel mehr mit fehlenden Inhalten. Das wiederum ist das Resultat des zögerlichen und visionsbefreiten Verhaltens der Verlage hierzulande. Diese haben die Entwicklungen schlicht verschlafen und unterschätzt. Als nach langem aber kontinuierlichem Anlauf der eBook-Markt mit dem Erscheinen von Amazon’s Kindle 2009 endlich abzuheben begann waren die meisten US-amerikanischen Verlage schon bereit dazu. Amazon hatte gemeinsam mit Barnes & Noble und Pionierverlagen wie der Mediengruppe O’Reilly seit 2005 den Boden aufbereitet. Daher verfügt alleine Amazon über knapp 630.000 eBooks in seinem Portfolio [leider sind davon lediglich knapp mehr als 3.000 (also lediglich 0,5%) deutschsprachig]. Und daher gibt es neue Geschäftsmodelle für „alte“ Verlage wie den Safari eBook-Verleih von O’Reilly. Und letztlich wurde damit ein Klima für StartUps wie z.B. Smashwords geschaffen, die den Markt nochmals beschleunigt und mit neuen Ideen und Ansätzen bereichert haben. Damit entwickelt sich der Markt aus der Lern- und Einführungs- jetzt allmählich in die Wachstumsphase. Bei uns fehlt vor allem das positive Klima für eBooks. Die allgemeine Technologiephobie in unseren Kulturkreisen kombiniert sich mit dem innovationsfeindlichen Beharrungsvermögen zu einem lethargischen Marktumfeld. Während beispielsweise XML in den USA längst dir technisch-organisatorische Grundlage für neue Geschäftsmodelle und WorkFlow ist wird bei den klein- und mittelständischen Verlagen noch immer sehr Verhalten damit gearbeitet.

 

Aber noch ist nichts zu spät. Wir können den späten Markteinstieg zu unserem Vorteil nutzen und insofern davon profitieren als wir hier in Europa die Lern- und Einführungsphase durch intensives Hinsehen auf den US-Markt und intelligentes Abkupfern der funktionierenden Modelle verkürzen. Dann können wir die zeitliche Verzögerung nach dem Modell „Japan“ zumindest mit reduzierten Forschungs- und Entwicklungskosten/zeiten kompensieren.

 

Ein Fall zum Hinsehen ist z.B. die derzeit laufende Studie „Consumer attitudes Toward E-Book Reading" von der Book Industry Study Group über welche sich ein intensive und hoch interessante Diskussion über Twitter [Hashtag #FollowReader] entwickelt hat. Wie hier rund um die laufende und offen durchgeführte Studie real-time diskutiert wird ist alleine schon ein beeindruckender Beweis für die Lernfähigkeit und Neugier der US-Amerikaner, die uns zögerlichen Europäern leider zu oft abgeht. Hier nun einige für uns interessante Ergebnisse der Studie, die Details bitte an der Quelle bzw. bei O’Reilly’s TOC nachlesen:

 

  • Der Markanteil von eBooks steigt bei den Trade Books von 2,8% für 2009 auf 8,3% im laufenden Jahr und wächst weiterhin mit 3stelligen Wachstumsraten.
  • An der Spitze der eBook-Lesegeräte liegt noch immer der Amazon Kindle mit einem Anteil von rund 40% (er wird auch bei uns kommen)
  • Für die intensiven Leser ist der iPad kein geeigneter Ersatz als Lesegerät, von dieser Zielgruppe werden die spezialisierten Lesegeräte wie Amazon Kindle den Multimedia-Geräten wie iPad vorgezogen.
  • Am populärsten ist Fiction mit 75% gefolgt von den HowTo Führern mit 17% (rückläufig!)
  • Bezogen werden die meisten eBooks über Amazon (61%) und den bei uns kaum bekannten Barnes & Noble (20%). Dahinter kommen viele kleine Anbieter mit einstelligen Prozentsätzen Marktanteil.
  • Primäre Quelle für interessante eBook-Titel sind die klassischen Buchhändler (man geht rein uns sieht sich um, kauft aber online) gefolgt von den Social Media Plattformen wie Twitter und Facebook.

 

Wir sollten aufhören, die Entwicklungen Richtung eBook als negative Entwicklung zu empfinden. Vielmehr sollten wir die eBooks als Chance begreifen, den Buchmarkt auszuweiten und neue Lesergruppen anzusprechen bzw. aus Nicht- und Weniglesern neue Vielleser zu entwickeln. Das haben die US-Amis längst erkannt und werden daher den Markt bis in alle Ewigkeit dominieren, wenn wir nicht die Perspektive verändern. Amazon Kindle, Apple iBooks sind keine Bedrohungen, sondern Chancen für die Entwicklung neuer Marktpotenziale.

 

Es sollte damit begonnen werden, neue Ansätze und Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu fördern. Initiativen wie Autorenportale nach dem Vorbild von Suite101 oder neue format- und anbieterübergreifende Distributionsplattformen nach dem Vorbild von Smashwords werden dringend benötigt. Neue Verlagsunternehmen wie EPIDU oder Leserplattformen wie lovelybooks geben Anlass zur Hoffnung, sind aber zu wenig.

 

Und weil wir leben wollen worüber wir schreiben werden wir uns dem Vorbild von #FollowReader anschließen und versuchen, eine ähnliche real-time Diskussionsrunde zu über Twitter zu organisieren, davon später mehr ….

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